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Wettkampfgetränke

Sportwiss. Untersuchungen zeigen das Apfelschorle ungeeignet ist
Ein Sportgetränk erfüllt hinsichtlich seiner Zusammensetzung die Kriterien für ein geeignetes Wettkampfgetränk und waren dem Apfelsaftschorlengetränk während der Belastungsphase in allen Belangen überlegen. Eine Studie der Abteilung Sportmedizin der Universität Bayreuth zeigte, dass der Flüssigkeitsersatz während 150 minütiger Langzeitbelastungen mit einem im Fachhandel erhältlichen Sportgetränk, wie das PowerBar HydroPlus, dem ausschließlichen Flüssigkeitsersatz mit Apfelsaftschorle nicht nur hinsichtlich der Vermeidung von Abfällen des Blutplasmavolumens und der Blut-Natriumkonzentration, sondern auch hinsichtlich der Veränderung sämtlicher getesteter leistungsrelevanten Parameter (HF-Anstieg, Anstieg der Sauerstoffaufnahme, subjektives Anstrengungsempfinden, Körpertemperaturanstieg, Verträglichkeit, Allgemeinbefinden) überlegen ist.
 
Vorladung: Vor dem Training ausreichend trinken Ausdaueraktivitäten über 60 min Dauer
- 300-500 ml etwa zwei Stunden vor der Belastung
- 150-300 ml kurz vor Beginn der Belastung
- alle 15 Minuten 150 ml bei normaler Intensität
- alle 15 Minuten 250 ml bei hoher Intensität
  Leichte Athleten sollten alle 10 min weniger trinken
 
Wettkampfversorgung
Bestens untersucht ist die leistungsstabilisierende Bedeutung der Zufuhr von Kohlenhydraten während des Wettkampfes in einer Menge von 40-60 Gramm pro Stunde (entweder in Form von Getränken oder auch als feste Nahrung) vor allem dann, wenn die Kohlenhydratspeicher zunehmend erschöpft sind. Bei mehrstündigen Belastungen werden vermehrt auch Aminosäuren verbrannt (Glutamin und die verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin) deren Konzentrationen im Blut dann messbar abfallen. Ein "optimales" Sportgetränk sollte von seinen Inhaltsstoffen so beschaffen sein, dass all diese Verluste ausgeglichen und Leistungseinbußen von vornherein vermieden werden. Die Meinungen über die notwendigen Inhaltsstoffe und deren Konzentration in einem solchen Getränk gehen aber z.T. weit auseinander. Gegenwärtig werden folgende Vorgaben für ein geeignetes Wettkampfgetränk empfohlen:
Kohlenhydratgehalt zwischen 40 und 80 Gramm pro Liter (mit nicht zu hohem Fruchtzuckeranteil)
Die Dichte der gelösten Stoffe (Osmolalität) sollte die des Blutes nicht übersteigen. Man spricht dann  physikalisch von einem Getränk im hypotonem (niedrigerer Teilchendichte als das Blut) oder isotonem (gleiche Teilchendichte wie das Blut) Bereich
Der pH-Wert sollte nicht zu sauer sein (d.h. Werte nicht kleiner als 4)
Die Konzentration an Mineralstoffen sollte die Verluste durch den Schweiß ausgleichen können, wobei vor allem ein ausreichender Ersatz von Natrium wichtig ist.
Fruchtsaftschorlen, insbesondere Apfelsaftschorle im Verhältnis 1:1 bis 1:2 verdünnt, werden immer wieder als voll geeignetes Wettkampfgetränk empfohlen. Sie seien wesentlich billiger als spezielle Sportgetränke und im Vergleich absolut gleichwertig. Apfelsaftschorle erfüllt aber einige der obigen Forderungen in keiner Weise: Je nach Verdünnung liegt die Kohlenhydratkonzentration oder die Dichte der gelösten Teilchen (Osmolalität) nicht im gewünschten Bereich. Apfelsaftschorle hat einen sehr hohen Kaliumgehalt, enthält aber so gut wie kein Natrium. Sie besitzt außerdem einen hohen Anteil an Fruchtsäure, der die Verträglichkeit unter Belastung einschränken kann.
In einer aufwendigen Untersuchung der Abteilung Sportmedizin der Universität Bayreuth wurden Getränke während 150-minütiger Fahrradbelastungen hinsichtlich ihrer Eignung als Wettkampfgetränk verglichen:
  • Standard Sportgetränk
  • Apfelsaftschorle mit Leitungswasser 1:1 verdünnt.
Jeder Proband erhielt genau die in einem Vortest ermittelte Getränkemenge, die seinen Flüssigkeitshaushalt in ausgeglichenem Zustand hielt. Im Verlauf der Testfahrten wurden Veränderungen der Natriumkonzentration im Blut und des Blutvolumens ebenso erfasst wie Veränderungen leistungsrelevanter Parameter (Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenz, Blutlaktatwerte, subjektives Belastungsempfinden, Körpertemperatur). Zusätzlich wurde eine individuelle Beurteilung der konsumierten Getränke hinsichtlich Geschmack und Verträglichkeit durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eindeutig und signifikant die Überlegenheit des Sportgetränkes gegenüber der Apfelsaftschorle in nahezu allen Parametern bis zum Ende der Testfahrten.

1. Das Blutplasmavolumen konnte durch den Flüssigkeitsersatz mit dem Sportgetränk während der gesamten Fahrt konstant gehalten werden. Die Zufuhr von Apfelsaftschorle führte dagegen trotz identischer Flüssigkeitsmenge zu signifikanten Verringerungen des Blutplasmavolumens, die fast so ausgeprägt waren wie bei den Leerversuchen, bei denen die Probanden über die gesamten 150 Minuten gar keine Flüssigkeit erhalten hatten.
2. Die Anstiege der Herzfrequenzen, der Sauerstoffaufnahme, der Körpertemperatur und des subjektiven Belastungsempfindens waren bei Verwendung des Sportgetränkes bei allen Parametern geringer als bei Verwendung von Apfelsaftschorle.
3. Bei gleicher Geschmacksbewertung wurde die Verträglichkeit des Sportgetränkes und die allgemeine Gesamtbefindlichkeit von allen Probanden besser bewertet als die des Apfelsaftschorlengetränkes.

Die Ergebnisse zeigen die Überlegenheit des Sportgetränkes gegenüber Apfelsaftschorle in nahezu allen gemessenen Parametern. Mit dem Sportgetränk wurde ein Abfall des Blutplasmavolumens verhindert. Dies ist die wesentliche Ursache für die geringere Beeinträchtigung der gemessenen leistungsrelevanten Parameter.
 
Gründe warum Apfelsaftschorle ungeeignet ist
Der extrem niedrige Natriumgehalt der Apfelsaftschorle und ihr übermäßig hoher Kaliumgehalt führten zu gegenteiligen Veränderungen mit deutlichen Abfällen der Natriumserumkonzentration, des Blutplasmavolumen und einer dadurch höheren Beeinträchtigung leistungsrelevanter Parameter. Trotz gleich guten Geschmacks wurden die Verträglichkeit und das Allgemeinbefinden im Apfelsaftschorlentest von allen Probanden schlechter beurteilt als beim Sportgetränk. Dazu dürften die ungünstigere Osmolalität und der höhere Fruchtsäure- und Fruchtzuckergehalt der Apfelsaftschorle beigetragen haben.
 
Rehydration 
Direkt nach der Belastung 300-500 ml trinken, um Flüssigkeits- und Kohlenhydratspeicher aufzufüllen.
Mit dem Schweiß gehen zahlreiche Mineralstoffe (Natrium, Chlor, Kalium, Magnesium, Kalzium) verloren, was per se wiederum die Leistung beeinträchtigen kann.
 

 

 
 
  

Triathlon

 

Langzeit Belastungen
Während eines Ironman Triathlon oder anderer mehrstündiger Langzeitbelastungen verliert der Körper nicht nur große Mengen an Flüssigkeit und Mineralstoffen, sondern entleert auch seine Kohlenhydratvorräte weitgehend vollständig. Die körpereigenen Speicher reichen während solcher Belastungen bei weitem nicht mehr aus, um die Verluste zu kompensieren. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, die entstehenden Verluste von Beginn an zu kompensieren und möglichst klein zu halten, um ein optimal hohes Leistungsniveau über viele Stunden aufrecht halten zu können. Bei warmen Temperaturen von ca. 25°C tritt z.B. bei einem Ironman Triathlon ein Gesamtflüssigkeitsverlust von ca. 12-13 Litern auf. Ein Flüssigkeitsdefizit von 1,5 Litern und mehr führt bereits zu messbaren Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, ein Defizit von 5 Litern und mehr kann ernste gesundheitliche Störungen zur Folge haben. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von Rennbeginn an ist deshalb die wichtigste "Ernährungsmaßnahme" während eines solchen Wettkampfes.    
      Foto: leistungssport.com (cd)
       

 


 

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